Juli 2010 Anstieg von Fehltagen aufgrund psychologischer Erkrankungen geht ungebremst weiter
Im Rahmen des soeben erschienen Fehlzeitenreports des wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) wurden die Daten von zehn Millionen Bürgern ausgewertet. Fazit: Arbeitnehmer fehlen immer häufiger wegen psychologischer Erkrankungen und diese verursachen die längsten Fehlzeiten. Entsprechend fehlt ein Mitarbeiter mit einer Atemwegserkrankung im Schnitt 6,5 Tage, während ein Arbeitnehmer bei einer psychischen Erkrankung fast 23 Tage fehlt.
Nach den Daten der AOK-Studie liegen die Störungen an der Seele inzwischen an vierter Stelle der Ursachen für eine Erkrankung Berufstätiger. Insgesamt waren sie im vergangenen Jahr Ursache für 8,6 Prozent der ausgefallenen Arbeitstage der AOK-Mitglieder. Im Vorjahr betrug der Wert noch 8,3 Prozent. Seelische Erkrankungen spielen daher eine immer wichtigere Rolle in der Arbeitswelt. Die Zahl der Fehltage durch psychische Erkrankungen ist somit in den vergangenen 12 Jahren um fast 80 Prozent gestiegen und steigt immer weiter an.
Um diesem Trend entgegen zu wirken gibt es eine Reihe von Lösungen. Zu diesen zählen:
- Employee Assistance Programmes (EAPs), welche von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen werden und
- Trainings zur Stärkung der psychologischen Widerstandsfähigkeit (Resilienztrainings), welche seit diesem Jahr auch vom Präsidenten der Bundespsychotherapeutenkammer, Prof. Dr. Rainer Richter, Unternehmen empfohlen werden.
Eine Vielzahl von Studien zeigen, dass beide Personalinstrumente eine hohe Wirksamkeit und einen hohen Return on Invest erzielen.
Einen ersten Überblick über den AOK Fehlzeiten Report 2010 erhalten Sie hier. Den gesamten Report können Sie hier bestellen.
